Klimaschutz im Blick: Mering entdeckt erfrischende Oasen für Hitze!

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Erster Klimaspaziergang in Mering am 29. Oktober 2025: Ziel ist Hitzeschutz für Senioren und Verbesserung klimatischer Bedingungen.

Klimaschutz im Blick: Mering entdeckt erfrischende Oasen für Hitze!

Am 29. Oktober 2025 fand in Mering der erste öffentliche Klimaspaziergang statt, organisiert von Quartiersmanager Dr. Alexander Jungmann und Umweltbeauftragte Petra von Thienen. Ziel der Veranstaltung war es, erträgliche Orte in der Gemeinde während extremer Hitze zu erkunden und die Situation für die Bewohner zu verbessern. Unter den Teilnehmern war auch Bürgermeister Florian Mayer, der das Vorhaben unterstützte. Die Gruppe setzte sich aus ortskundigen Meringern zusammen und sammelte dort innovative Ideen zur Verbesserung der Hitzeschutzmaßnahmen.

Der Spaziergang dauerte zwei Stunden und führte zu ausgewählten Plätzen in Mering, einschließlich des Kirchhofs, des Lippgartens, der Mehrzweckhalle und des Pflegeheims St. Agnes. An diesen Stationen wurde über den aktuellen Zustand und mögliche Verbesserungsideen diskutiert. Eine zentrale Botschaft des Projekts lautete „Hitzeschutz statt Hitzestress“, was die notwendigen Maßnahmen zur Unterstützung älterer Menschen bei extremer Hitze unterstreicht. Die Dokumentation der Ergebnisse wird auf den Seiten der Initiatoren veröffentlicht und soll Grundlage für weitere Gespräche mit den zuständigen Stellen sein.

Identifikation von Klimaoasen und innovative Ideen

Während des Klimaspaziergangs identifizierte die Gruppe verschiedene innerörtliche In- und Outdoor-Klimaoasen wie den Lipp-Garten und die Raiffeisenbank. Neben der Erkennung dieser432 Orte wurden kreative Ideen wie gesprühter Wassernebel, künstlerisch gestaltete Schattensegel und Eingangs-Buttons für Geschäfte für Bedürftige diskutiert. Diese Maßnahmen könnten helfen, die Aufenthaltsqualität an heißen Tagen zu verbessern und eine hitzebedingte Überlastung der Bevölkerung zu vermeiden.

Der Bürgermeister befürwortete zudem die Einführung eines Hitzeaktionsplans für Mering, inspiriert durch den erfolgreichen Augsburger Hitzeaktionsplan. Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird durch die Auswirkungen des Klimawandels, wie Hitze, Trockenheit und Starkregenereignisse, verstärkt, welche auch Mering stark betreffen.

Ausblick auf zukünftige Initiativen

Die Initiatoren des Klimaspaziergangs zeigten sich mit dem Ergebnis und dem Interesse der Teilnehmenden äußerst zufrieden. Ein nächster Klimaspaziergang ist bereits für das Frühjahr 2026 geplant, der dann in Form einer radelnden Spazierfahrt weitere Orte in der Umgebung erkunden soll. Damit soll nicht nur das Bewusstsein für die Hitzeproblematik geschärft, sondern auch eine breite Diskussion über Klimaanpassung und notwendige Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung angestoßen werden.

Diese kommunalen Initiativen stehen im Kontext eines übergreifenden Ansatzes zur Klimaanpassung, das seit Juli 2024 in Deutschland durch das Klimaanpassungsgesetz (KAnG) unterstützt wird. Kommunen sind damit aufgefordert, eigene Klimaanpassungskonzepte zu entwickeln, um der Erderwärmung und ihren Folgen proaktiv entgegenzuwirken. Laut einem Bericht des Deutschlandfunks könnten die Schäden durch Hitzewellen und andere klimabedingte Extremereignisse bis zu 125 Milliarden Euro erreichen.

Insgesamt zeigt sich, dass Mering aktiv wird, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, während gleichzeitig das Wohl der älteren Bevölkerung im Fokus bleibt. Die erfolgreiche Umsetzung solcher Programme könnte auch als Modell für andere Gemeinden dienen, um die Resilienz gegenüber klimatischen Veränderungen zu stärken.