Althegnenberg sichert Zukunft: Anschluss an Abwasserzweckverband beschlossen!
Althegnenberg tritt dem Abwasserzweckverband Obere Paar bei, um die Kläranlage zu modernisieren und Nitratprobleme zu lösen.
Althegnenberg sichert Zukunft: Anschluss an Abwasserzweckverband beschlossen!
Die Gemeinde Althegnenberg hat einen bedeutenden Schritt in der Abwasserentsorgung vollzogen. Am 23. Dezember 2025 unterzeichnete Bürgermeister Rainer Spicker im Rathaus Mering den Vertrag über den Beitritt zum Abwasserzweckverband Obere Paar. Dieses wichtige Ereignis fand im Beisein der Bürgermeister von Kissing, Merching und Schmiechen statt und markiert eine wesentliche Reform für die Abwasserbehandlung in der Region.
Mit dem Eintritt in den Abwasserzweckverband Obere Paar reagiert Althegnenberg auf die Herausforderungen, die sich aus der veralteten Kläranlage aus den 1980er Jahren ergeben haben. Diese Anlage hat erheblich zu hohe Nitratwerte und ist nicht mehr zukunftsfähig. Das Wasserwirtschaftsamt München hatte die Gemeinde mehrfach wegen Nitratüberflüssen angemahnt. Die aktuelle Kläranlage ist nicht in der Lage, einen größeren Vorfluter einzubauen, was die Dringlichkeit für eine Veränderung unterstreicht. Die Gemeinde hatte sich bereits im Jahr 2021 um einen Anschluss bemüht, was nun erfolgreich umgesetzt wurde.
Auswirkungen und Vorteile des Beitritts
Durch den Anschluss an den Abwasserzweckverband muss Althegnenberg keine eigene neue Kläranlage bauen, was die Gemeinde erhebliche Kosten spart. Der finanzielle Aufwand für den Anschluss beträgt 840.000 Euro, die in die Erneuerung der Kanalisation fließen werden. Diese Gelder wurden von einem Ingenieurbüro geplanten Maßnahmen eingeholt, um die Leitungen in Mering St. Afra und Kissing zu überprüfen. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2026 beginnen, mit einem voraussichtlichen Anschluss im Jahr 2027.
Bürgermeister Reinhard Gürtner aus Kissing und Bürgermeister Helmut Luichtl aus Merching begrüßten die interkommunale Zusammenarbeit und die geplante Verlegung von 80 Prozent der Druckleitungen auf Feldwegen in Merching. Diese Maßnahme zeigt nicht nur das Engagement der beteiligten Kommunen, sondern auch den Wunsch nach einer respektvollen und umweltgerechten Lösung für die Abwasserentsorgung.
Technische Hintergründe der Abwasserentsorgung
Die Themen rund um Abwasserentsorgung sind in Deutschland von großer Bedeutung. Laut dem Umweltbundesamt behandelten im Jahr 2022 über 8.659 öffentliche Kläranlagen mehr als 8,33 Milliarden Kubikmeter Abwasser. Die Bedeutung der biologischen Reinigung wird dabei deutlich, da rund 99,99 % des Abwassers biologisch verarbeitet werden. Auch in Althegnenberg wurde zwischen 2019 und 2030 eine Teichkläranlage betrieben, die eine der ältesten Formen der Abwasserbehandlung darstellt.
Der Finsterbach, über den das gereinigte Wasser eingeleitet wird, ist nicht nur ein Vorfluter, sondern auch Lebensraum für diverse Fischarten. In den letzten Jahren ist der Wasserstand jedoch im Sommer gesunken, was die Notwendigkeit für eine moderne Abwasserbehandlung unterstreicht. Die Kooperation mit dem Abwasserzweckverband Obere Paar zielt darauf ab, eine technisch und rechtlich einwandfreie Abwasserentsorgung sicherzustellen.
Die bevorstehenden Änderungen in Althegnenberg zeigen, wie wichtig es ist, auf aktuelle ökologische Standards zu reagieren. Die Bürger der Gemeinde sollen kontinuierlich über die Entwicklungen informiert werden, damit sie die Hintergründe und Vorteile dieser neuen Lösung verstehen können. Durch den Anschluss an den Abwasserzweckverband wird nicht nur eine wirtschaftliche Lösung gefunden, sondern auch ein Beitrag zur umweltfreundlichen Abwasserentsorgung geleistet.
Insgesamt wird mit diesem Schritt eine nachhaltige Grundlage für die künftige Abwasserentsorgung in Althegnenberg geschaffen, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt.