Schulung zur Entnahme von Trichinenproben für Jäger in Oberhavel am 10. Dezember 2026
In Oberhavel gibt es wieder einmal Anlass zur Aufmerksamkeit, und das aus einem ganz besonderen Grund: Am 10. Dezember 2026 findet in Oranienburg eine Schulung zur Entnahme von Trichinenproben statt. Das klingt jetzt vielleicht nicht nach einer aufregenden Veranstaltung, aber für Jägerinnen und Jäger, die Wildschweine und Dachse erlegen, ist das von größter Bedeutung. Schließlich können diese Tiere Träger von Trichinen sein – einem parasitären Fadenwurm, der sich in der Muskulatur einnistet und beim Menschen schwere Erkrankungen verursachen kann. Und wer möchte schon mit belastetem Wildfleisch am Tisch sitzen? Daher ist eine amtliche Untersuchung nach der Jagd Pflicht, bevor das Fleisch verzehrt oder abgegeben werden darf.
Das Schöne an der Schulung: Sie kann auch online besucht werden! Eine praktische Option für alle, die nicht vor Ort sein können. Wenn du teilnehmen möchtest, melde dich bitte an – entweder per E-Mail an veterinaeramt@oberhavel.de oder telefonisch unter 03301 601-6235 oder -6226. Um Proben abgeben zu können, benötigst du eine amtliche Beauftragung durch den Landkreis Oberhavel, und dazu ist die Teilnahme an dieser Schulung unerlässlich.
Probenabgabe und Untersuchungsverfahren
Nach erfolgreicher Schulung kannst du Trichinenproben an zwei Standorten abgeben: In Oranienburg und Gransee. In Oranienburg geht das ganz bequem per Einwurf in den Briefkasten neben dem Haupteingang der Bernauer Straße 57/59, und zwar morgens von 07:00 bis 09:00 Uhr oder nach vorheriger telefonischer Absprache. Gransee bietet ebenfalls eine Abgabemöglichkeit, hier kannst du die Proben im Briefkasten an der Karl-Marx-Platz 1 einwerfen – auch hier gilt die Uhrzeit Montag bis Freitag von 07:00 bis 09:00 Uhr und Dienstag von 16:00 bis 18:00 Uhr. Bevor du jedoch zur Abgabe schreitest, lohnt sich ein Blick ins Gebührenverzeichnis; die amtlichen Untersuchungen kosten zwischen 21 und 82 Euro, je nach Kommune.
Es ist wichtig zu wissen, dass bei der Trichinenuntersuchung nur die Digestionsmethode zulässig ist – eine Art Verdauungsmethode, die sich als besonders effektiv erwiesen hat. Die Probe muss mindestens zehn Gramm wiegen und wird in der Regel an stark durchbluteten Stellen entnommen, etwa am Zwerchfell oder an der Muskulatur des Vorderlaufs. Und wenn du denkst, das sei alles etwas kompliziert, dann sei dir gesagt: Die amtlichen Tierärzte und Tierärztinnen sind für die Untersuchungen zuständig. Ein wenig Geduld kann hier von Vorteil sein, denn wenn das Ergebnis negativ ausfällt, darf das Wildfleisch ganz offiziell als Lebensmittel verwendet werden.
Rechtsvorschriften und Verordnungen
Die gesetzlichen Grundlagen für all diese Maßnahmen sind in verschiedenen Verordnungen festgehalten, unter anderem in der Tier-LMHV und der Tier-LMÜV. Diese Vorschriften sorgen dafür, dass alles seine Ordnung hat und die Lebensmittelüberwachung in Deutschland auf hohem Niveau bleibt. Übrigens, wusstest du, dass der Verzehr von rohem, befallenem Fleisch Trichinellose verursachen kann? Die Geschichte zeigt, dass die Zahl der Erkrankungen in Deutschland durch die Einführung von verpflichtenden Untersuchungen drastisch gesenkt wurde. Früher gab es jährlich schätzungsweise 15.000 Fälle – das ist eine Zahl, die schockiert!
Die Überwachung durch die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter der Landkreise und kreisfreien Städte ist entscheidend, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Es ist also nicht nur eine Pflicht für Jägerinnen und Jäger, sondern ein wichtiger Beitrag zur Lebensmittelsicherheit. Wer die Verantwortung hat, sollte sie ernst nehmen und die richtigen Schritte unternehmen. Also, liebe Oberhaveler, wenn ihr in die Wildnis zieht, denkt daran: Eine Schulung und die richtige Probenentnahme sind der Schlüssel zu sicherem Wildfleisch auf dem Tisch!
