Die Vergangenheit hautnah erleben – das wird am „Museum im Klösterle“ in Peiting möglich! Am 4. November 2026 öffnet das historische Museum seine Türen, und das Beste daran: Der Eintritt ist frei! Ein Grund mehr, sich in die Kapellenstraße 1 zu begeben und in eine Zeitreise einzutauchen.

Die Öffnungszeiten sind ideal für einen kleinen Ausflug nachmittags. Immer mittwochs von 14:00 bis 17:00 Uhr kann man sich die faszinierenden Ausstellungen ansehen. In den nächsten Wochen, konkret am 4., 11., 18., 25. November sowie am 2., 9., 16., 23. und 30. Dezember, stehen die Pforten weit geöffnet. Ein echter Geheimtipp für alle, die sich für die lokale Geschichte interessieren!

Ein Blick in die Ausstellungen

Im Museum erwarten die Besucher historische und originelle Exponate, die sich über verschiedene Abteilungen erstrecken. Besonders spannend ist die Abteilung zur Bergbaugeschichte in Peiting. Hier erfährt man, wie die Region von der Bergbauindustrie geprägt wurde. Auch die Abteilungen zu Jagd, Fischerei und Imkerei zwischen Lech und Ammer sind einen Besuch wert. Und für alle Wintersportfans gibt es ein ganzes Skimuseum!

Ein weiteres Highlight ist die Ausstellung zur Geschichte und Sakralem. Sie zeigt, wie tief verwurzelt die Religion und die Traditionen in der Region sind. Wer mehr über die Exponate erfahren möchte, kann auf Anfrage Sonderführungen bei der Tourist-Information Peiting reservieren. Ein kurzer Anruf unter 08861/59961 oder eine E-Mail an touristinfo@peiting.de genügt.

Geschichte zum Anfassen

Peiting hat eine bewegte Geschichte, die von Höhen und Tiefen geprägt ist. So verwüsteten schwedische Truppen im Jahr 1632 die Stadt, was Not und Elend brachte. Rund 400 Menschen starben an den Folgen des „hitzigen Fiebers“. Es folgten weitere Plünderungen und Kriege, die die Bevölkerung immer wieder in die Berge flüchten ließen. Im Jahr 1802 brannten 99 Häuser nieder, und auch die Säkularisation 1803 brachte wirtschaftlichen Niedergang.

Doch Peiting gab nicht auf. Nach dem Ersten Weltkrieg begann mit der Industrialisierung ein neuer Abschnitt der Ortsgeschichte. Ein Kohlebergwerk wurde errichtet, und innerhalb von etwa 40 Jahren wandelte sich das Bauerndorf zum Industriedorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen rund 1500 Vertriebene nach Peiting, und ab 1948 erlebte die Region mit dem Wirtschaftswunder eine rasante Erholung.

Das „Museum im Klösterle“ bietet nicht nur einen Einblick in die Gegenwart, sondern auch in die bewegte Vergangenheit der Region. Ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird, und das in einem charmanten Ambiente. Wer Zeit hat, sollte sich diesen kulturellen Ausflug nicht entgehen lassen – es gibt viel zu entdecken und zu erleben!