Wasserleitung in Wildenreuth: Vorbereitungen für wichtige Arbeiten beginnen

Am 31. März 2025 führt die Stadtwerke Erbendorf dringende Arbeiten am Wasserleitungsnetz im Ortsteil Wildenreuth durch. Diese Maßnahmen erfordern kurzfristige abschnittsweise Absperrungen der Wasserversorgung, um die Infrastruktur zu modernisieren und zu verbessern. Die betroffenen Termine sind Donnerstag, der 6. Februar, Freitag, der 7. Februar, sowie ab Montag, dem 10. Februar. Die Stadtwerke bitten die Anwohner um Verständnis für diese Notwendigkeit, die der langfristigen Sicherstellung der Wasserqualität dient, wie [heimat-info.de](https://www.heimat-info.de/beitraege/ca6e0a52-f7f8-46a7-952b-366d6a85ffe1) berichtet.

Die Geschichte der Wasserversorgung in Wildenreuth ist von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Bis zum Jahr 1902 war die Wasserversorgung im Ort unzureichend. Einfache Holzleitungen brachten Wasser von einer offenen Quelle zum Röhrkasten des Platzschmiedes. Abwasser wurde primär in den Ökonomihof des Schlosses geleitet. Zu dieser Zeit unterhielt die Gutsherrschaft eine separate Holzrohrleitung aus den Rohrwiesen, um die eigenen Bedürfnisse zu decken. Während der Brunnen in der Herrnmühlpaint einen Teil des unteren Dorfes versorgte, war der Lumpenbrunnen in der oberen Gasse oft bei Regen unbrauchbar. Ein Antrag von Johann Grünbauer aus den Jahren 1885/1886 auf eine Zweigleitung für das obere Dorf wurde jedoch abgelehnt, wie [wildenreuth.de](http://wildenreuth.de/gewerbe/wasserversorgung.html) festhält.

Die Entwicklung der Wasserversorgung

Erst mit fortschreitender Zeit und Angemessenheit wurden schließlich Anträge für eine verbesserte Wasserversorgung genehmigt. Die Einführung eines Bierpfennigs wurde vorgeschlagen, um die Umbaukosten von etwa 800 RM zu decken, wofür in der Gemeindeversammlung ein jährlicher Ertrag von 400 RM geschätzt wurde. Trotz Bedenken von Bierwirten wurde schließlich der Bau einer Wasserleitung in Aussicht gestellt.

Die Unterstützung für den Wasserleitungsbau nahm zu, und die Gemeindeversammlung genehmigte schließlich den Bau einer Hochdruckwasserleitung für insgesamt 24.000 Mark Kosten. Die Planung wurde dem Wasserversorgungsbüro in München übertragen. Anfängliche Untersuchungen führten zur Entdeckung des Lobesbrunnens, der als bessere Wasserquelle identifiziert wurde. Bei einer ersten Stimme zur Genehmigung, die jedoch negativ ausfiel, sanken die Gegner des Wasserleitungsbaus in der Anzahl. Letztlich wurden die Wasserproben zur Laboruntersuchung nach Erlangen geschickt und die Firma Pfister und Schmidt mit dem Bau beauftragt.

Wasser in der Antike und die modernen Herausforderungen

Diese Entwicklungen sind Teil eines langen geschichtlichen Prozesses, der schon in der Antike begann. Die Römer erfanden Aquädukte, die bemerkenswerte Wasserverteilungssysteme waren, die Wasser über Hunderte von Kilometern transportierten. Solche Systeme versorgten Großstädte wie Rom mit erfrischendem Quellwasser und ermöglichen bis heute Einblicke in die technologischen Fortschritte der Wasserversorgung, wie [wilo.com](https://wilo.com/de/de/News-Blog/Rund-um-die-Wilo-Welt/Blog/3000-Jahre-im-Kurzabriss-Die-Geschichte-der-Wasserversorgung_10048.html) beschreibt. Die verschiedenen Materialien, aus denen früher Rohre hergestellt wurden, zeigen die Innovationskraft des Menschen im Umgang mit Wasser, einem lebenswichtigen Gut.

Die Wasserleitung in Wildenreuth wurde 1902 fertiggestellt und gilt als die erste in der Region. Johann Müller und danach Simson Fritzmann waren die ersten Brunnenwarte und führten die Aufsicht über das verteile Netz.

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