Landrat Tobias Beck besucht innovative Unternehmen in Wiesenfelden und betont die Bedeutung des Mittelstands für die regionale Wirtschaft
In der charmanten Gemeinde Wiesenfelden, die ja bekanntlich für ihre malerischen Landschaften und herzlichen Menschen steht, hat Landrat Tobias Beck jüngst einen spannenden Besuch abgestattet. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Urban machte er sich auf den Weg zu zwei erfreulichen Unternehmen: Edelstahl WM GmbH und MCW Systemtechnik GmbH. Ein Rundgang durch die Hallen der Betriebe, Gespräche mit den Geschäftsführern Waldemar Maul sowie Matthias und Christoph Wolf – das Programm war prall gefüllt und sehr aufschlussreich.
„Ich wollte einfach mal sehen, was hier im Landkreis so los ist“, erklärte Beck. Kleinere Firmen haben es ihm besonders angetan. Sie sind das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft und tragen maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität bei. Edelstahl WM und MCW Systemtechnik sind dabei glänzende Beispiele für den Weg vom kleinen Start-up zum erfolgreichen mittelständischen Betrieb. Wie spannend ist das denn bitte?
Innovationen aus Wiesenfelden
MCW Systemtechnik hat sich ganz der Entwicklung und Fertigung maßgeschneiderter Lösungen verschrieben. Hier wird alles geboten, was das Herz eines Technikliebhabers höher schlagen lässt: Sondermaschinenbau, Automatisierungstechnik und Elektrotechnik sind nur einige der Kernkompetenzen. Das Unternehmen begleitet Projekte von der ersten Idee über die Konstruktion bis hin zur Softwareentwicklung und der finalen Inbetriebnahme. Wer sich mit automatisierten Fertigungsprozessen, Robotiklösungen oder gar Schaltschrankbau auskennt, weiß, dass hier echte Meister am Werk sind.
Besonders beeindruckend ist die Zusammenarbeit mit dem Chemnitzer Unternehmen ligenium, die gemeinsam eine CO₂-neutrale Roboterzelle in Holzbauweise entwickelt haben. Ein weiterer Pluspunkt ist die Partnerschaft mit dem Münchner Robotikunternehmen RobCo, die flexible und wirtschaftliche Robotiklösungen für industrielle Anwendungen zum Ziel hat. Geschäftsführer Matthias Wolf betont, dass die Verbindung von Mechanik, Elektrotechnik und Software sowie ein starkes Partnernetzwerk die Stärken des Unternehmens ausmachen.
Und was gibt’s bei Edelstahl WM? Das Unternehmen stellt Einzel- und Prototypenteile sowie Kleinserien her, wobei Sonderlegierungen wie V4A, Duplex und Superduplex verarbeitet werden. Geschäftsführer Waldemar Maul hebt hervor, dass die Auswahl der Werkstoffe optimal auf die individuellen Umgebungsbedingungen der Kunden abgestimmt wird. Nachhaltigkeit wird hier großgeschrieben, was uns allen zugutekommt!
Die Herausforderungen des Mittelstands
Bürgermeister Urban zeigte sich nachhaltig beeindruckt von der internationalen Tätigkeit und den innovativen Projekten beider Firmen. Es ist erfreulich, wenn lokale Unternehmen solch eine Strahlkraft haben. Doch trotz dieser Erfolgsgeschichten stehen viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ländlichen Regionen vor großen Herausforderungen, wie dem Klimawandel, der Digitalisierung und dem industriellen Strukturwandel. Die Digitalisierung im Grünen, ein Projekt, das von der Universität Siegen koordiniert wird und mit 5,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird, hat hier das Ziel, KMU gezielt zu unterstützen.
In der Tat, die ländliche Infrastruktur, demografische Entwicklungen und auch die medizinische Versorgung erschweren vielen Unternehmen den digitalen Wandel. Doch das Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen bietet Lösungen an, um diese Hürden zu überwinden. Von Qualifizierungsangeboten über Vernetzungsinitiativen bis hin zu Workshops und Hilfestellungen bei Praxisprojekten – das Ziel ist klar: Die Unternehmen sollen langfristig digital aufgestellt werden.
Die Unterstützung der grünen Transformation ist entscheidend. Immerhin erwirtschaften die Unternehmen im ländlichen Raum fast die Hälfte des deutschen Bruttosozialprodukts. Wenn wir den Mittelstand stärken wollen, müssen wir auch die Digitalisierung und die damit verbundenen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte in den Fokus rücken. Das ist nicht nur wichtig, sondern auch dringend notwendig!
Mit der Zusammenarbeit von Institutionen wie dem Fraunhofer FIT, der Ruhr-Universität Bochum und weiteren Partnern wird daran gearbeitet, die Digitalisierungskompetenz zu fördern und innovative Lösungen zu entwickeln. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Landschaft in den kommenden Jahren verändern wird und welche neuen Technologien aus unserer Region kommen werden. Eines ist klar: Die Zukunft liegt in den Händen derer, die bereit sind, die Herausforderungen anzunehmen und sich weiterzuentwickeln.
