RoMed Kliniken planen gemeinsamen Neubau zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Rosenheim und Bad Aibling
Die RoMed Kliniken haben große Pläne für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in der Region. Am 17. Oktober 2026 hat der Aufsichtsrat einstimmig dem Vorhaben zugestimmt, die stationäre Versorgung der Kliniken in Rosenheim und Bad Aibling in einem gemeinsamen Neubau zu bündeln. Ein Schritt, der nicht nur die Infrastruktur, sondern auch die medizinische Versorgung nachhaltig verbessern könnte. Der Neubau, der voraussichtlich rund 750 Betten umfassen soll, verspricht nicht nur umfassende Notfallversorgung, sondern auch hochspezialisierte Medizin mit kurzen Wegen zwischen Notaufnahme, Diagnostik, Operationssälen und Intensivmedizin. Ein echter Gewinn für die Patienten!
Doch was steckt wirklich hinter dieser Entscheidung? Die bisherigen Gebäude in Rosenheim und Bad Aibling stammen größtenteils aus den 1960er Jahren und benötigen dringend Investitionen. Eine Infrastrukturstudie hat ergeben, dass eine Sanierung im laufenden Betrieb nicht sinnvoll umsetzbar ist. Zudem stehen wir vor Herausforderungen wie steigenden Anforderungen durch die Krankenhausreform, einem Fachkräftemangel und der zunehmenden Spezialisierung im Gesundheitswesen. All das erfordert eine grundlegende Neugestaltung der klinischen Versorgung.
Ein neues Kapitel in der medizinischen Versorgung
Das neue Klinikum soll nicht nur die bestehenden medizinischen Leistungen im RoMed-Verbund erhalten, sondern auch weiterentwickeln. Besonders in Bad Aibling möchte man die ambulanten Angebote ausbauen. Der Vorteil eines gemeinsamen Neubaus liegt auf der Hand: Interdisziplinäre Zentren für Gefäßmedizin und Kopf-Hals-Tumoren werden geschaffen, und es sind überwiegend Ein- und Zwei-Bett-Zimmer vorgesehen. Dazu kommen integrierte ambulante, stationäre und digitale Angebote – und das alles unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz und Klimaresilienz. Ein modernes Krankenhaus, das auf die Bedürfnisse der Zukunft zugeschnitten ist.
Die Standortwahl für den Neubau ist noch nicht finalisiert. Insgesamt wurden 18 Optionen in Stadt und Landkreis untersucht, wobei Kriterien wie gute Erreichbarkeit, Anbindung an den Rettungsdienst und ausreichend große Flächen eine Rolle spielen. Die Entscheidung darüber liegt nun in den Händen der Gesellschafterversammlung, nachdem Stadtrat und Kreistag sich mit dem Projekt befasst haben. Die Gesamtinvestition wird voraussichtlich im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen, und ein Großteil der förderfähigen Investitionen soll über die Krankenhausförderung des Freistaats Bayern finanziert werden.
Die Herausforderungen der Krankenhauslandschaft
In Zeiten, in denen die Krankenhauslandschaft vor erheblichen Herausforderungen steht, ist ein solches Projekt mehr als nur ein Neubau. Die Rahmenbedingungen haben sich verändert, und es wird zunehmend schwieriger, Kliniken wirtschaftlich zu betreiben. Schließungen sind nicht selten, und auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz, fördern diese Entwicklung. Die RoMed Kliniken hingegen setzen auf eine zukunftsorientierte Strategie, die nicht nur die Versorgungslücken schließen, sondern auch die Attraktivität der Region Rosenheim als Gesundheitsstandort sichern soll.
Die Mitarbeitenden spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie sollen in den Planungsprozess einbezogen werden, um sicherzustellen, dass ihre Expertise und Erfahrungen in die Gestaltung des neuen Klinikums einfließen. Das ist wichtig, denn schließlich sind es die Menschen, die tagtäglich für das Wohl der Patienten sorgen. Bis zur Inbetriebnahme des neuen Klinikums wird es allerdings noch einige Jahre dauern. In der Zwischenzeit arbeiten die bestehenden Kliniken unverändert weiter, und in Bad Aibling werden die ambulanten medizinischen Angebote erhalten und ausgebaut.
Die Zukunft wird spannend! Mit einem gemeinsamen Klinikum für Rosenheim und Bad Aibling könnte ein neuer Standard in der medizinischen Versorgung gesetzt werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die nächsten Schritte entwickeln, aber die ersten Weichen sind gestellt. Die RoMed Kliniken sind bereit, die Herausforderungen anzunehmen und die Gesundheitsversorgung in der Region auf ein neues Level zu heben.
