Ausstellung „Birnenschönheiten“ in Pittmannsdorf feiert alte und regionale Birnensorten
Am 31. Oktober 2026 erlebte Pittmannsdorf im Landkreis Regensburg einen ganz besonderen Tag: Die Ausstellung „Birnenschönheiten“ fand statt und zog eine Vielzahl von Besuchern an. Hier wurden alte und regionale Birnensorten präsentiert, und ich kann dir sagen, einige dieser Raritäten waren wirklich beeindruckend! Unter den liebevoll ausgestellten Früchten fand sich eine große Vielfalt heimischer Birnensorten, die Pomologe Josef Wittmann aus Grünschlag zusammen mit seinem engagierten Helferteam ins Rampenlicht rückte. Die Birnen lagen nicht einfach nur herum, nein – sie waren in Holzwolle gebettet und zwischen nostalgischen VW-Käfern ausgestellt. Das hatte schon was von einer Zeitreise!
Das Themenjahr „Birnenschönheiten“ wurde von mehreren Institutionen begleitet, darunter der Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege sowie der Landschaftspflegeverband Regensburg. So viel Hingabe zur Erhaltung dieser wunderbaren Obstsorten – das muss einfach honoriert werden. Inmitten einer solch liebevoll gestalteten Kulisse konnten die Besucher auch verschiedene Produkte rund um die Birne probieren: Birnenbrand, Dörrbirnen, Birnenmehl und das wohl köstlichste Birnenkraut aus eingedicktem Birnensaft. Da lief einem das Wasser im Mund zusammen, und ich wette, einige haben sich gleich mit dem ein oder anderen Leckerbissen eingedeckt!
Ein Blick in die Geschichte der Birne
Nun, wo wir schon bei den Köstlichkeiten sind, ist es spannend zu wissen, dass die europäischen Kulturbirnen vermutlich aus dem Kaukasus und Kleinasien stammen. Pyrus communis, die bekannteste Birnenart, ist das Ergebnis zahlreicher Hybridisierungen. Wer hätte gedacht, dass die Birne eine solch bewegte Geschichte hat? Seit dem Mittelalter verbreitete sie sich in Europa, und im 18. Jahrhundert begann die intensive Selektion und Neuzüchtung. Da können wir nur erahnen, wie viele Sorten im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind!
Heute werden im deutschen Anbau vor allem Sorten wie Alexander Lucas, Conference und Williams Christ kultiviert. Diese Sorten dominieren nicht nur die Neupflanzungen, sondern auch die Herzen von Obstliebhabern. Aber auch regionale Sorten wie die Köstliche aus Charneux oder die Vereinsdechantsbirne haben ihren Platz – und das zu Recht! Denn es gibt nichts Schöneres, als alte und fast vergessene Sorten wiederzuentdecken und zu feiern.
Ein Lebensraum in Gefahr
Doch während wir die Vielfalt der Birne bewundern, müssen wir auch die Schattenseiten betrachten. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts gehen die Streuobstbestände in ganz Europa zurück. Ein kultureller Erfahrungsraum verschwindet, und auch die ökologisch wertvollen Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten schrumpfen. Diese Wiesen sind nicht nur ein Rückzugsort für zahlreiche Arten, sondern auch ein Teil unserer Geschichte und Tradition. Der Streuobstanbau wird von ehrenamtlichem Engagement getragen, und es ist wichtig, dass wir das Wissen – die Kunst des Anbaus und die Pflege dieser Wiesen – weitergeben.
Und wie könnte man das besser tun als mit Veranstaltungen wie der Ausstellung „Birnenschönheiten“? Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein Gefühl für die Bedeutung des Streuobstanbaus geschaffen. Es ist ein Zusammenspiel aus Tradition, Genuss und kulturellem Erbe. Wenn du nächste Woche einen Flammkuchen mit Birnenkraut probierst, denk daran: Jede Birne erzählt ihre eigene Geschichte.
Die Ausstellung im Jurastadel war also nicht nur ein Fest für die Sinne, sondern auch ein eindringlicher Appell, die Vielfalt der Birnen und insbesondere die alten Sorten zu schätzen. Lass uns hoffen, dass solche Veranstaltungen weiterhin das Bewusstsein für die Bedeutung der Streuobstwiesen und ihrer wertvollen Früchte schärfen. Denn die Birne hat noch viele Geschichten zu erzählen, und die warten nur darauf, entdeckt zu werden!
