Bundespräsident Steinmeier besucht Erntedankfest in Kulmbach und überreicht Erntekrone
Am Sonntag, den 18. Oktober, war es endlich soweit: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ließ sich im Landkreis Kulmbach blicken. Ein Tag, der sich in die Geschichtsbücher eintragen wird! Der Anlass? Natürlich das traditionelle Erntedankfest, bei dem die Erntekrone überreicht wurde – ein Symbol für Dankbarkeit und die Wertschätzung regionaler Lebensmittel. Es war ein Fest, das nicht nur die Landwirtschaft feierte, sondern auch den Zusammenhalt zwischen Stadt und Land.
Der Auftakt fand in der katholischen Stadtpfarrkirche „Unsere Liebe Frau“ statt, wo ein ökumenischer Erntedankgottesdienst gefeiert wurde. Hier wurde Steinmeier, der mit seiner Herkunft aus dem ländlichen Raum bestens vertraut ist, die Erntekrone überreicht. „Diese Krone steht für das Selbstbewusstsein der Landbevölkerung“, betonte der Bundespräsident, „und für die wichtige Arbeit der Landwirte.“ Seine Worte waren nicht nur höflich – sie waren von Herzen. In einer Zeit, in der die Herausforderungen für die Landwirtschaft groß sind, ist es wichtig, solche Traditionen zu pflegen.
Ein Markt voller Möglichkeiten
Nach dem Gottesdienst ging es weiter zum „Markt der Möglichkeiten“. Hier konnten die Besucher mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus der Region ins Gespräch kommen. Der Landkreis Kulmbach war mit einem Stand vertreten, und Steinmeier ließ es sich nicht nehmen, sich über die touristischen Angebote zu informieren und mit den Menschen aus der Region zu plaudern.
Landrat Jonas Gleich war sichtlich stolz, als er dem Bundespräsidenten einen handgefertigten Krug aus der Thurnauer Töpferei Schnauder und Sanke überreichte. Ein persönliches Geschenk, das die Verbundenheit zur Region unterstrich – und auch ein bisschen Stolz auf die lokale Handwerkskunst. Außerdem trug sich Steinmeier in das Goldene Buch der Stadt Kulmbach ein. Das war nicht nur irgendein Eintrag; der letzte amtierende Bundespräsident, der dies tat, war Gustav Heinemann – vor satten 54 Jahren! Ein historischer Moment für Kulmbach und seine Bürger.
Einblicke in die Region und ihre Herausforderungen
„Es hat mir sehr gut gefallen hier in Kulmbach“, sagte Steinmeier und bedankte sich bei allen Beteiligten für die liebevolle Gestaltung seines Besuchs. Das Erntedankfest war ein Ort des Austauschs zwischen Politik, Landwirtschaft und Gesellschaft. Themen wie Ernährungssicherheit und die Zukunft des ländlichen Raums standen im Vordergrund – nicht nur für die Landwirte, sondern für alle, die hier leben. In einer Welt, die sich ständig verändert, ist es wichtig, dass solche Traditionen nicht in Vergessenheit geraten.
Die Veranstaltung lebte von der Mitwirkung vieler: Landfrauen, bäuerliche Verbände, Kirchen und regionale Vereine trugen zur bunten Atmosphäre bei. Man konnte die Vorfreude und den Stolz der Menschen spüren, die hier lebten und arbeiteten. Das Erntedankfest war mehr als nur ein Anlass zum Feiern; es war eine Hommage an die Arbeit und das Engagement derjenigen, die für unsere Lebensmittel sorgen.
In Kulmbach, wo Tradition und Innovation Hand in Hand gehen, bleibt der Besuch von Bundespräsident Steinmeier ein unvergesslicher Tag – eine Verbindung zwischen den Menschen, ihren Geschichten und der Landwirtschaft, die uns alle ernährt.
