Das Schloss Wolfstein in Freyung-Grafenau war kürzlich der Schauplatz eines inspirierenden Treffens, das die Herzen der Blasmusikfreunde höher schlagen ließ. Vertreterinnen und Vertreter von 19 Blasmusikvereinen fanden sich in der Taverne zusammen, um die Blasmusik im Landkreis zu stärken. Die Atmosphäre war von Aufregung und Vorfreude geprägt, denn die neue Kreisvolksmusikpflegerin Petra Fruth hatte zu diesem ersten großen Austausch eingeladen. Seit Mai 2026 ist sie in dieser Funktion aktiv und bringt ihre vielfältigen musikalischen Talente mit – von Akkordeon über Klarinette bis hin zu Saxofon und Klavier. Da wird klar: Hier ist eine Frau am Werk, die nicht nur redet, sondern auch selbst die Bühne rockt!

Die stellvertretende Landrätin Hilde Greiner begrüßte die Teilnehmenden herzlich und eröffnete die Runde. Ein Treffen, das nicht nur dazu diente, sich kennenzulernen, sondern auch um Erfahrungen auszutauschen und neue gemeinsame Vorhaben zu besprechen. Im Mittelpunkt standen die Wünsche und Anregungen der Vereine – eine echte Chance, die Blasmusik im Landkreis neu zu beleben und frische Ideen zu entwickeln. So wurden unter anderem landkreisweite Standkonzerte im Rahmen eines „Blasmusiksommers“ ins Gespräch gebracht, die mit einer großen Abschlussveranstaltung enden sollen.

Ein kreativer Austausch

Besonders spannend war die Einigung darauf, „Die Farben meiner Heimat“ von Tommy Saliger als neuen Landkreismarsch einzuführen. Das ist doch ein schöner Schritt, um die Verbundenheit zur Region musikalisch auszudrücken. Zudem wurde angeregt, regelmäßig Musikantentreffen in der Volksmusikakademie Bayern abzuhalten und ein gemeinsames Liederheft zu erstellen. Die Idee, Volksmusik stärker in Kindergärten und Schulen zu verankern, klingt einfach nur genial! Lehrmaterialien mit Audiobeispielen könnten hier einen großen Beitrag leisten. Schließlich ist es wichtig, den musikalischen Nachwuchs zu fördern und die Begeisterung für die Volksmusik schon früh zu wecken.

Ein weiterer Vorschlag, der auf großes Interesse stieß, waren Singtreffen und Musikantenstammtische für Menschen verschiedener Generationen. Das klingt nach einer tollen Möglichkeit, um den Austausch zwischen Alt und Jung zu fördern und die Traditionen lebendig zu halten. Die gesammelten Vorschläge sollen als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit dienen und die Vereine motivieren, aktiv zu werden. Und wer jetzt Lust hat, selbst aktiv zu werden oder mehr Informationen möchte, kann Petra Fruth direkt eine E-Mail schreiben: musik@landkreis-frg.de.

Ein Preis für den Einsatz

Petra Fruth hat sich nicht nur als Kreisvolksmusikpflegerin einen Namen gemacht. Auch ihre Arbeit an der Realschule Freyung bleibt nicht unbemerkt. Im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend macht Heimat!“ belegte die Schule den zweiten Platz und wurde für ihr Engagement in der Vermittlung bayerischer Traditionen und regionaler Volksmusik ausgezeichnet. Ihre Schülerinnen und Schüler lernen dort nicht nur Volkstänze und Lieder, sondern tauchen auch tief in die Vielfalt der regionalen Volksmusik ein. Diese Auszeichnung ist nicht nur ein schöner Erfolg, sondern auch eine Bestätigung für die wertvolle Arbeit, die Petra Fruth leistet.

Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass so viele junge Menschen sich für ihre Heimat und deren musikalische Traditionen einsetzen. Der Preis wurde im Museum Mensch und Natur in München überreicht, und die stellvertretende Landrätin Hilde Greiner war dort, um die Tutorinnen und Tutoren zu begleiten und ihnen ein zusätzliches Lob auszusprechen. Auch die Unterstützung durch den Bayerischen Landesverein für Heimatpflege zeigt, wie wichtig diese Arbeit für die Kultur in Bayern ist.

Volksmusik zwischen Tradition und Innovation

Doch das ist noch nicht alles! Das Impulsprogramm Volksmusik des bayerischen Finanz- und Heimatministeriums fördert zahlreiche Vorhaben, die darauf abzielen, die Volksmusik in ihren verschiedenen Facetten zu stärken. Jährlich können bis zu 140 Projekte unterstützt werden, die Menschen in ganz Bayern dazu motivieren, die Volksmusik zu entdecken und zu praktizieren. Das ist eine hervorragende Gelegenheit für Kindergärten, Schulen und Vereine, sich aktiv an der Förderung und Bewahrung der bayerischen Kultur zu beteiligen. Die Bedeutung von Volksmusik geht weit über das Musizieren hinaus – sie verbindet Menschen, Generationen und Kulturen.

In diesem Kontext ist es umso wichtiger, dass lokale Initiativen wie die in Freyung-Grafenau weiterhin gefördert und unterstützt werden. Das sorgt nicht nur für frischen Wind in der Blasmusikszene, sondern trägt auch dazu bei, dass die Traditionen lebendig bleiben. Anträge für Fördermittel können digital eingereicht werden – eine gute Nachricht für alle, die sich für die Volksmusik stark machen wollen!