Heute ist der 19.10.2026 und während die Blätter in bunten Farben leuchten, gibt es in Waldshut und Umgebung auch weniger erfreuliche Nachrichten. Die Grundwasserstände sinken seit dem Frühjahr und das nicht nur hier, sondern in allen Landesteilen Baden-Württembergs. Wenn man einen Blick auf die aktuellen Messwerte wirft, kommt man nicht umhin, besorgt zu sein. Mitte Oktober 2026 zeigen die Zahlen ein besorgniserregendes Bild: An 61 % der Messstellen liegen die Werte unterhalb des unteren Normalbereichs. Das ist schon mal ein Wort! Besonders die Schwäbische Alb, der Hochschwarzwald und Oberschwaben sind stark betroffen. Bei mehr als 25 % der Messstellen wurden sogar historische Niedrigstwerte unterschritten – und das ist erst der Anfang, denn vor einem Monat waren es „nur“ 20 %.

Die Niederschläge, die seit Monatsbeginn fielen, scheinen kaum nennenswerte Veränderungen gebracht zu haben. Ein paar Messstellen an Gewässern konnten sich stabilisieren, vor allem im mittleren Oberrheingraben. Aber das war’s dann auch schon. An den Lysimeterstationen wurde zuletzt im Juni eine Sickerung bis zum Grundwasser festgestellt. Das lässt einen doch aufhorchen, oder? Der Boden ist bis weit unterhalb der Wurzelzone ausgetrocknet und selbst wenn es mal regnet, dauert es, bis die Grundwasserneubildung wieder in Gang kommt. Das kann schon mal mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Rückläufige Tendenz

Die Prognosen für den Rest des Monats sind ebenfalls nicht gerade rosig. An den meisten Messstellen wird mit weiter sinkenden Grundwasserständen und Quellschüttungen gerechnet. Und auch wenn großräumige Engpässe in der öffentlichen Wasserversorgung nicht erwartet werden, gibt es dennoch Schwierigkeiten, besonders im Hochschwarzwald und in anderen Gebieten, die hauptsächlich mit Quellwasser versorgt werden. Es ist schon so, dass die Natur uns manchmal einen Strich durch die Rechnung macht. Und wie es aussieht, wird die Zahl der Messstellen mit historischen Niedrigständen in den kommenden Wochen weiter ansteigen.

Ein Blick auf die Daten des Jahresdatenkatalogs Grundwasser Menge und Güte der LUBW lässt erkennen, dass die Situation ernst ist. Dort finden sich nicht nur die aktuellen Grundwasserstände und Quellschüttungen, sondern auch physikalisch-chemische Messwerte. Diese Daten sind wichtig für Behörden, Universitäten und Ingenieurbüros, aber auch für uns Bürger, die wir ein Bewusstsein für unsere Ressourcen entwickeln sollten. Die Daten reichen sogar bis ins Jahr 2000 zurück, was eine fundierte Analyse der Entwicklungen ermöglicht. Wer sich dafür interessiert, kann die Messergebnisse nach Messstelle, Parameter und Zeitraum filtern und anzeigen lassen – ein echter Schatz an Informationen!

Ein Ausblick auf die Zukunft

Wie geht es weiter? Die Berechnungsergebnisse zur Grundwasserneubildung aus Niederschlag zeigen, dass es seit 1951 eine stetige Beobachtung gibt. Die Daten können nach Landkreis, Gemeinde und Zeitraum gefiltert werden, was die Auswertung für Interessierte erleichtert. Und auch wenn die Situation momentan herausfordernd ist, so bleibt die Hoffnung, dass sich das Wetter wieder zum Positiven wenden wird. Vielleicht kommt ja bald der lang ersehnte Regen, der die Böden und das Grundwasser wieder auf Vordermann bringt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Natur in den kommenden Wochen verhält und welche Maßnahmen vielleicht notwendig werden, um die Wasserversorgung auch in Zukunft sicherzustellen.

Für weitere Informationen kann man sich auch auf den Webseiten der LUBW und des Landkreises Waldshut umsehen. Denn gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, informiert zu bleiben und die eigenen Ressourcen bewusst zu nutzen.