Am Anfang des Oktobers wurde in Rastatt eine spannende Veranstaltung ins Leben gerufen, die sich an 145 angehende Pflegefachpersonen richtete. Die Servicestelle Pflegeausbildung des Landratsamts hatte eingeladen, um wichtige Informationen rund um den Start der Pflegeausbildung und die Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag zu bieten. Auszubildende aus der Anne-Frank-Schule Rastatt, der Robert-Schuman-Schule Baden-Baden und der Fachschule für Pflegeberufe Sancta Maria in Bühl fanden sich zusammen, um gemeinsam in die Welt der Pflege einzutauchen.

Hinter diesem Treffen steckt ein wichtiges Ziel: Orientierung zu geben und den Austausch zwischen den Auszubildenden und Fachleuten zu ermöglichen. Im ersten Teil der Veranstaltung erhielten rund 100 der Teilnehmer, viele davon mit internationalem Hintergrund, wertvolle Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten in Deutschland. Die Ausländerbehörde und das Sachgebiet Integration des Landratsamts waren ebenso vor Ort wie die Migrationsberatungsstellen von Caritas und Diakonie. Themen wie Aufenthaltsrecht und die Bewältigung des Alltags in Deutschland standen auf der Agenda. Außerdem wurde die Integreat-App vorgestellt, die mehrsprachige Informationen zu wichtigen Alltagsthemen bietet – eine echte Hilfe für viele.

Ein Blick auf die Ausbildung

Im zweiten Teil kamen dann noch weitere Auszubildende hinzu, und die Servicestelle Pflegeausbildung erklärte den Aufbau der generalistischen Pflegeausbildung. Diese Ausbildung ist nicht nur für die zukünftigen Pflegekräfte von Bedeutung, sondern auch für das Gesundheitssystem insgesamt. Sie bereitet die Auszubildenden darauf vor, Menschen in unterschiedlichen Pflegesituationen zu unterstützen – egal ob im Krankenhaus, in Pflegeheimen oder in der häuslichen Pflege. Ein breites Spektrum also!

Die angehenden Pflegekräfte lernen, wie sie Menschen dabei helfen können, gesund zu bleiben, wieder genesen oder mit einer Krankheit zu leben. Das Ziel ist klar: die körperliche und seelische Gesundheit der Pflegebedürftigen zu stärken und deren Selbstständigkeit zu fördern. Dazu gehören auch soziale, kulturelle und sprachliche Fähigkeiten, die während der Ausbildung gefördert werden. Selbstständiges Lernen und die Reflexion des eigenen Handelns sind ebenfalls Teil dieses Bildungsweges.

Ein Blick in die Zukunft der Pflege

Die Zahlen zur Pflegeausbildung sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2025 begannen rund 64.300 Personen eine Ausbildung in diesem Bereich – ein Anstieg von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt waren zu diesem Zeitpunkt etwa 158.000 Menschen in einer Pflegeausbildung, die höchste Zahl seit Einführung der generalistischen Ausbildung im Jahr 2020. Ein ermutigendes Zeichen für die Branche!

Interessant ist auch die Geschlechterverteilung: Rund 71 Prozent der neuen Ausbildungsverträge entfielen auf Frauen, während 29 Prozent auf Männer gingen. Der Anstieg der männlichen Auszubildenden um 15 Prozent ist ebenfalls bemerkenswert. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, ein Pflegestudium aufzunehmen, was zeigt, dass die Ausbildung zur Pflegefachperson immer mehr an Bedeutung gewinnt. Sogar eine hochschulische Ausbildung auf Bachelor-Niveau wird angeboten. Und mit der geplanten Einführung einer einheitlichen Pflegefachassistenzausbildung im Jahr 2027 wird der Weg für die zukünftigen Pflegekräfte noch spannender.

In Rastatt wird also nicht nur informiert, sondern auch motiviert und inspiriert. Die Veranstaltung war ein wichtiger Schritt, um die angehenden Pflegefachpersonen auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen die nötigen Informationen und Kontakte an die Hand zu geben, damit sie gut in den Pflegeberuf starten können. In einer Zeit, in der die Pflege mehr denn je benötigt wird, ist dies ein ermutigendes Signal für die Zukunft.