Neues Winterquartier für Feuersalamander in Uhingen erfolgreich angenommen
Ein aufregendes Projekt hat in Uhingen zur Rettung der Feuersalamander beigetragen. Das neu geschaffene Winterquartier am Blaubach ist nicht nur ein schicker Rückzugsort für die kleinen Amphibien, sondern wurde auch bereits von über 270 Feuersalamandern angenommen! Das ist doch mal eine Zahl, die Freude macht. Diese neuen Quartiere bieten den Salamandern einen feuchten, kühlen und geschützten Platz, um den Winter zu überstehen. Wer hätte gedacht, dass diese kleinen Kerlchen so viele Freunde in der Stadt haben?
Der Grund für diese Maßnahme ist ganz einfach: Immer wieder wurden Feuersalamander auf dem nahen Wirtschaftsweg überfahren. Das ist nicht nur traurig, sondern auch ein echtes Problem für die Art. Um dem entgegenzuwirken, hat das Forstamt Göppingen zusammen mit der Stadt und dem NABU Amphibienleitzäune aufgestellt. Diese Zäune helfen, die Tiere sicher zum neuen Quartier zu leiten und somit den gefährlichen Weg zu vermeiden. Philipp König vom Forstamt zeigt sich optimistisch: „Die hohe Zahl in der ersten Woche beweist, dass die Lage und die Bedingungen des Quartiers stimmen.“
Ein schützenswertes Habitat
Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) lebt vor allem in feuchten Laub- und Mischwäldern und nutzt zur Überwinterung frostgeschützte Hohlräume. Diese natürlichen Strukturen sind nicht nur wichtig für die Salamander, sondern auch für viele andere Arten. Der Erhalt solcher Habitate ist entscheidend, um die Biodiversität zu sichern. Doch die kleinen Salamander stehen nicht nur vor der Herausforderung, einen sicheren Platz zum Überwintern zu finden. Auch der invasive Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans, kurz Bsal, stellt eine ernsthafte Bedrohung dar.
Bsal, der auch als „Salamanderkiller“ bekannt ist, wurde 2013 entdeckt und hat in den Niederlanden und Belgien bereits zu massiven Bestandsrückgängen geführt. Der Pilz zerstört die Haut der Amphibien, was zu einer tödlichen Erstickung führen kann. In Deutschland sind die Feuersalamander ebenfalls betroffen. Der Nachweis dieser unsichtbaren Bedrohung erfordert ein Umdenken im Naturschutz. Deswegen ist es wichtig, dass Beobachtungen von lebenden oder toten Tieren gemeldet werden – und zwar mit Fotos oder Videos. Aber Vorsicht: Die kleinen Salamander dürfen nicht berührt werden!
Vorsicht ist geboten
Für alle, die den Feldweg entlang des Blaubachs nutzen, gibt es eine wichtige Bitte: Fahrt vorsichtig! Traktoren oder Fahrräder könnten die Salamander gefährden, die sich auf dem Weg zu ihrem neuen Winterquartier befinden. Es ist eine kleine Geste, die große Auswirkungen haben kann. Schließlich wollen wir doch, dass die kleinen Freunde sicher durch den Winter kommen. Und während wir uns um die Salamander kümmern, sollten wir uns auch der Gefahr von Bsal bewusst sein. Um die Ausbreitung des Pilzes zu vermeiden, ist es wichtig, dass wir unsere Schuhe und Fahrradreifen nach Aufenthalten in ihren Lebensräumen desinfizieren.
Ein weiteres interessantes Detail: Auch andere Amphibienarten, wie Bergmolche und Teichmolche, sind betroffen. Bei diesen Molchen hängt die Sterblichkeit von der Befallsstärke ab. Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich die Situation entwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Salamander und ihre Verwandten zu schützen.
Wer Fragen hat oder mehr Informationen benötigt, kann sich jederzeit an Philipp König vom Forstamt Göppingen wenden. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Forstamt und NABU zeigt, wie wichtig gemeinsames Handeln in der Natur ist. Lasst uns alle einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die Feuersalamander auch in Zukunft in unseren Wäldern leben können. Vielleicht wird der nächste Spaziergang am Blaubach ein ganz besonderes Erlebnis – wenn man das Glück hat, einen der kleinen Salamander zu entdecken!
