Heute ist der 6. November 2026 und in Biberach wird ein bedeutender Schritt in die Geschichte des Landkreises eingeleitet. Landrat Mario Glaser hat am heutigen Tag den Entwurf des Doppelhaushalts für die Jahre 2027 und 2028 dem Kreistag vorgestellt. Zum ersten Mal wird mit einem Doppelhaushalt gearbeitet – das ist schon ein Grund zum Feiern! In einer Zeit, in der viele Kommunen mit finanziellen Herausforderungen kämpfen, zeigt Biberach, dass man auch mutige Entscheidungen treffen kann.

Der Ergebnishaushalt für die beiden Jahre sieht jeweils Erträge und Aufwendungen von 423.938.238 Euro im Jahr 2027 und 426.836.296 Euro im Jahr 2028 vor. Und das Beste ist: Das Ergebnis beläuft sich auf 0 Euro. Ja, richtig gehört, das bedeutet, dass der Landkreis in beiden Jahren schuldenfrei bleibt. Keine neuen Kredite sind geplant! Laut Landrat Glaser ist dieser Haushaltsausgleich nur durch kluge Einsparungen und kluges Priorisieren möglich. Das ist wirklich bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Sozialausgaben stetig steigen.

Sozialausgaben und Investitionen

Die Sozialaufwendungen sind mit 259.063.345 Euro für 2027 und 259.738.946 Euro für 2028 ordentlich kalkuliert. Diese Posten sind für die Handlungsfähigkeit des Landkreises überlebenswichtig, vor allem angesichts der steigenden gesetzlichen Pflichtaufgaben. Doch die Zukunft soll nicht nur von Ausgaben geprägt sein, auch Investitionen stehen auf der Agenda. Geplant sind unter anderem Investitionen in Schulen, Straßen, Brücken, Radwege und vor allem in die Digitalisierung – ein Schritt, der in der heutigen Zeit unerlässlich ist.

Besonders hervorzuheben ist der Hebesatz der Kreisumlage: Mit 29,3 Prozent im Jahr 2027 wird Biberach der einzige Landkreis in Baden-Württemberg sein, der unter der 30-Prozent-Marke bleibt. Das ist nicht nur ein finanzieller Vorteil, sondern auch ein Zeichen für die gute Planung und das verantwortungsvolle Handeln der Verantwortlichen. Kreiskämmerer Holger Adler betont, dass der Haushaltsausgleich durch die Kreisauslage, Einsparungen und eine konsequente Priorisierung der Aufgaben erreicht werden soll. Das klingt nach einem durchdachten Plan!

Abfallwirtschaft und innovative Ansätze

Ein weiteres Thema, das nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der Abfallwirtschaftsbetrieb. Hier sieht der Erfolgsplan für 2027 ein Volumen von 18.415.580 Euro vor, während es für 2028 auf 19.226.351 Euro ansteigt. Dennoch wird hier ein Liquiditätsplan mit negativen Werten angezeigt – minus 1.337.186 Euro für 2027 und minus 2.147.957 Euro für 2028. Das lässt darauf schließen, dass hier noch Handlungsbedarf besteht, um die finanzielle Situation zu stabilisieren.

Die Verwaltung und die Verantwortlichen in Biberach sind gefordert, die liquidierten Mittel im Finanzplanungszeitraum weitgehend einzusetzen. Doch auch ohne neue Kredite scheinen die finanziellen Ziele machbar zu sein. Die Investitionen im Kernhaushalt sind für 2027 mit 36.294.400 Euro und für 2028 mit 28.418.500 Euro beziffert. Das sind beeindruckende Zahlen, die uns in der Region auf dem Weg in die Zukunft begleiten sollen.

Transparenz und Zugänglichkeit

Ein weiterer positiver Aspekt ist die Transparenz und Zugänglichkeit der Haushaltspläne. Die Online-Plattform für kommunale Haushaltspläne in Baden-Württemberg ermöglicht es den Bürgern, schnell auf Informationen zuzugreifen. Schließlich ist es wichtig, dass jeder Bürger die Chance hat, sich über die Finanzen der Kommune zu informieren. Die Veröffentlichung der Haushaltspläne im Internet soll sicherstellen, dass jeder Zugang zu diesen wichtigen Informationen hat. Das ist nicht nur eine moderne Herangehensweise, sondern auch ein Zeichen der Bürgernähe.

Die kommunale Jahresrechnungsstatistik zeigt, dass die Zahlungsvorgänge der Kommunen genau erfasst werden. Auch wenn die endgültigen Daten oft erst mit Verzögerung vorliegen, schaffen die quartalsweise erhobenen Werte eine verlässliche Grundlage für die Planung. Das gibt uns Vertrauen in die Entscheidungen, die in den kommenden Jahren getroffen werden. Biberach, auf dem Weg in eine stabile und transparente Zukunft – das ist ein Grund zum Optimismus!