Auerbach startet Inklusions-Büro: Ein Meilenstein für alle Bürger!

Am 27. März 2025 wurde am Auerbacher Neumarkt das neu gegründete „Inklusions-Büro“ eröffnet. Dies markiert die erstmalige Einrichtung eines solchen Büros in den Göltzschtalstädten. In einer Kooperationsinitiative zwischen der Diakonie Auerbach und der Stadtverwaltung Auerbach/Vogtl. wurde das Büro unter dem Motto „Netzwerk Inklusion“ ins Leben gerufen, um das Miteinander sowie die Teilhabe aller Menschen in der Region zu fördern.
Das Inklusions-Büro bietet ideale Voraussetzungen, um sowohl Menschen mit Behinderung als auch „Gesunde“ in den Alltag einzubeziehen. Die Initiatoren sehen es als zentralen Punkt für die Vernetzung und Unterstützung von Bürgern, die sich für ein inklusives Miteinander einsetzen möchten. Interessierte können das Büro unter der Telefonnummer 03744 183 8070 erreichen oder die Website www.stadt-auerbach.de/inklusion besuchen.
Ziele und Visionen
Das Tandem von Diakonie und Stadtverwaltung verfolgt das Ziel, Barrieren abzubauen und die Lebensqualität für Menschen mit Beeinträchtigungen zu erhöhen. Laut Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales leben in Deutschland etwa 13 Millionen Menschen mit Beeinträchtigungen, die oft durch unterschiedliche Barrieren an einer gleichberechtigten Lebensgestaltung gehindert werden. Diese Barrieren sind vielfältig und betreffen sowohl den öffentlichen Nah- und Fernverkehr als auch ärztliche Praxen, Gebäude und Freizeitangebote.
Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass Barrierefreiheit eine zentrale Rolle spielt. Um dies zu erreichen, wurde die „Bundesinitiative Barrierefreiheit“ ins Leben gerufen. Diese Initiative umfasst mehrere Maßnahmen, die darauf abzielen, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich Barrieren abzubauen.
Maßnahmen der Bundesinitiative Barrierefreiheit
Die Schwerpunkte der Initiative sind vielfältig:
- Gesetzgeberische Maßnahmen
- Barrierefreie Mobilität
- Barrierefreies Gesundheitswesen
- Barrierefreies Wohnen und Bauen
- Barrierefreie Digitalisierung
Zusätzlich sollen Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung dazu beitragen, das Thema Barrierefreiheit in der Gesellschaft stärker zu verankern. Alle Ressorts der Bundesregierung arbeiten in diesem Rahmen zusammen, unterstützt durch einen Beirat, der eine Vielzahl von Akteuren wie Länder, Kommunen, Wirtschaft und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen einbezieht.
Die Verfügbarkeit von Informationen in Alltagssprache, Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache sorgt dafür, dass alle Menschen Zugang zu diesen wichtigen Themen haben. Durch diese kollektiven Anstrengungen hoffen die Verantwortlichen, das Leben vieler Menschen spürbar und nachhaltig verbessern zu können.
Das Inklusions-Büro in Auerbach ist somit nicht nur ein weiterer Schritt in der lokalen Vernetzung, sondern auch Teil einer größeren Bewegung hin zu mehr Barrierefreiheit, die sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene enorme Bedeutung hat. Weitere Informationen dazu sind auf der Website www.bmas.de verfügbar.