Achtung! Polizei warnt vor Enkeltrick-Betrug in unserer Stadt!
Polizei warnt in Wörth am.d.Donau vor Enkeltrick und Callcenterbetrug. Wichtige Tipps zum Schutz vor Betrügern.
Achtung! Polizei warnt vor Enkeltrick-Betrug in unserer Stadt!
Die Polizei warnt aktuell eindringlich vor dem sogenannten Enkeltrick und Callcenterbetrug, die vorwiegend ältere Menschen als Zielgruppe anvisieren. Diese Betrugsmaschen haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, was auch die Statistik der Betrugskriminalität zeigt. Laut dem Bundeskriminalamt ist die Betrugskriminalität in Deutschland im Jahr 2024 um 1,5 Prozent auf insgesamt 743.472 Fälle gesunken, jedoch bleibt Callcenter-Betrug eines der zentralen Phänomene, das oft aus dem Ausland, insbesondere aus der Türkei oder Osteuropa, organisiert wird. Die Täter nutzen dabei häufig Techniken wie die Call ID-Spoofing, um ihre Identität zu verschleiern und den Anruf täuschend echt erscheinen zu lassen. Wer unbekannte Anrufe erhält, sollte sich daher in jedem Fall in Acht nehmen und besonders misstrauisch sein, so stadt-woerth.de.
Wie die Polizei in ihren Präventionstipps unterstreicht, ist es wichtig, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, im Zweifelsfall die Notrufnummer 110 selbst zu wählen, um Informationen bei der Polizei zu erhalten. Die Polizei fordert niemals Geld oder Schmuck zur Abholung an, noch holt sie Wertsachen von der Haustür ab. Auch telefonisch dürfen keine Geldüberweisungen angefordert werden. Opfer von Betrug sollten zudem darüber informiert werden, dass echte Polizeibeamte niemals unter der Nummer 110 erscheinen, daher ist es ratsam, nicht auf Aufforderungen im Telefonat zu reagieren.
Schutzmaßnahmen gegen Betrug
Um sich vor Trickbetrügern zu schützen, empfiehlt die Polizei zusätzlich, persönliche Informationen wie Telefonnummern zu verbergen. Betrüger nutzen Telefonbucheinträge, um gezielt ältere Menschen anzusprechen. Ältere Vornamen und kurze Telefonnummern dienen oft als Indikatoren für das Alter der Betroffenen. Eine sinnvoller Schritt kann sein, sich aus dem Telefonbuch austragen zu lassen oder den eigenen Vornamen abzukürzen, um das Alter weniger offensichtlich zu machen. Opfer von Telefonbetrug wird geraten, ihre Rufnummer zu ändern, was in der Regel kostenlos ist, und sollte eine Mitteilung an den Telefonanbieter gesendet werden. Dabei können auch spezielle Formulare verwendet werden.
Die Polizei gibt folgende Kontakte für die wichtigsten Telefonanbieter in Deutschland an:
- Deutsche Telekom AG: Tel. 0228 – 181 0
- Telefónica Germany GmbH & Co. OHG (O2): Tel. 089 – 78 79 79 40 0
- Vodafone: Tel. 0800 – 17 21 21 22 31 31 / 02214 – 46 06 10 90 01
- 1&1 Internet SE: Tel. 0721 – 96 00
Die Dimension des Problems
Trotz des Rückgangs in der Gesamtzahl der Betrugsdelikte, bleibt der Callcenter-Betrug eine ernstzunehmende Bedrohung. 2024 wurden zusätzlich über 513.000 Betrugsfälle aus dem Ausland registriert, auch wenn nur etwa 20 Prozent aller Betrugsdelikte zur Anzeige gebracht werden. Die Polizei verstärkt deshalb ihre internationalen Kooperationen und Präventionsmaßnahmen. Die Bürger werden aufgefordert, angesichts der hohen Dunkelziffer von Betrugsfällen, wachsam zu bleiben und sich nicht scheuen, eigene Telefonnummern zur Kontaktaufnahme mit Angehörigen oder der Polizei zu nutzen.
Die Prävention spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Betrugsmaschen. Daher ist es wichtig, dass ältere Menschen und deren Angehörige sich aktiv informieren und sich gegenseitig über die Methoden der Betrüger auf dem Laufenden halten. Laut den Polizei-beratung.de gibt es hilfreiche Ressourcen, um sich gegen den Enkeltrick und andere Betrugsmaschen zu wappnen.
In der heutigen digitalen Welt ist die Wachsamkeit der Bürger unerlässlich, um sich vor Betrug zu schützen und die Täter zu entlarven.